2. Januar 2016

"No Knead Bread" im Topf gebacken

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Einer meiner Vorsätze für das neue Jahr ist, wieder öfter mal unser Brot selber zu backen. Das ist in der letzten Zeit eigentlich ziemlich zu kurz gekommen. Nun gehe ich ab dem 07. Januar mit fast doppelter Stundenzahl arbeiten. Aber ich hoffe, dass ich zumindest am Wochenende doch zum Brot backen kommen werde.

Weil ich in der letzten Zeit so viel davon gelesen habe, habe ich mich an einem "No Knead Bread" versucht. Ein Brot ganz ohne Kneten? Eigentlich kaum vorstellbar. Aber es hat geklappt.

Voraussetzung dafür ist ein backofentauglicher Topf (am besten Gusseisen). Ähem ja, extra für einen Versuch, der vielleicht misslingt, einen teuren Topf anschaffen?? Das musste in meinen Augen nicht sein. Wie gut, dass es Mutter und Schwiegermutter gibt. In ihren Schränken wurde ich fündig. Die Größe gab dann den Ausschlag (bzw. dass der Topf NICHT so groß ist) und ich habe mir den meiner Mutter geliehen. "Kind, ich brauche den eh nicht und wenn, dann leihe ich ihn mir bei Dir. Du kannst ihn haben.". Yeah. Dabei hat sie ihn selbst auch nur ganz selten mal gebraucht.

Einmal heiß und gründlich gespült und schon konnte das schwere Töpflein (mit 24 cm Durchmesser) zum Brotbacken zweckentfremdet werden.

Die Zubereitung des Brotes ist sehr einfach. Sie erfordert aber mindestens 12 bis 18 Stunden Vorlaufzeit - so lange muss der Teig gehen.

Für meinen Topf würde ich beim zweiten Mal die doppelte Menge nehmen (oder doch einen kleineren Topf noch zusätzlich kaufen???). So ist es heute ein kleines Brot geworden. Aber mein Mann und ich sind eh alleine - der Sohnemann ist bei Freunden. Für uns reicht es. Ich schreibe Euch einfach mal das einfache Grundrezept auf, dass ich im Internet gefunden habe. Leider habe ich mir die Quelle nicht notiert...

  • 400 g Mehl
  • 1 1/4 TL Salz
  • 1/4 TL Trockenhefe
  • 320 ml lauwarmes Wasser
Das Mehl mit dem Salz und der Hefe in einer Schüsel gründlich vermischen. Dann in einem Schwung das Wasser dazu geben und mit den Fingerspitzen zu einem Teig verarbeiten. Wichtig: NICHT kneten! Das klebt zwar ziemlch. Aber anscheinend muss das so sein.

Die Schüssel mit Folie abdecken und an einem ca. 20 Grad warmen Ort (also quasi Zimmertemperatur) 12 bis 18 Stunden gehen lassen. Nach dem Gehen haben sich auf der Oberfläche ganz viele kleine Bläschen gebildet - trotz der wenigen  Hefe in dem Brot.

Den immer noch sehr klebrigen Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und mit den Fingern auseinanderziehen. Dabei den Teig auch auf der Oberseite etwas bemehlen. Den Teig wie ein Briefkuvert 4 mal zur Mitte hin falten (erneut nicht kneten!) und in ein sauberes Leinentuch wickeln. Dort den Teig nochmals 15 Minuten ruhen lassen (oder so lange bis Ofen und Topf vorgeheizt sind).

Den Ofen auf 250 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Topf samt Deckel für 15 Minuten darin aufheizen. Den Teig mit der gefalteten Seite nach unten in den Topf geben, den Deckel drauf tun und für 30 Minuten mit geschlossenem Deckel backen. Nach 10 Minuten die Temperatur auf 230 Grad reduzieren.

Nach der halben Stunde den Deckel entfernen und das Brot nochmals 15 Minuten weiterbacken, bis sich eine schöne goldgelbe Kruste ergeben hat. Ich finde den Moment sehr spannend, wenn man den Deckel abmacht. Denn vorher duftet es zwar schon gut aus dem Ofen, aber man sieht halt noch nichts vom Brot.


     

Das Brot knistert so richtig, wenn es aus dem Topf kommt. Okay, das hätte ich noch besser hören können, wenn ich mir nicht am Topf einen Finger verbrannt und rumgeflucht hätte... 

Vom Anschnitt habe ich diesmal leider kein Bild. Denn erst musste das Brot ja abkühlen und dann ist es vor der zweiten Fotosession meinem Mann zum Opfer gefallen. Hihi.

Ihr müsst mir einfach vertrauen, dass das Brot außen schön knusprig und innen herrlich luftig war.

Aber wie gesagt: Bei einem Topf mit 24 cm Durchmesser werde ich beim nächsten Mal die doppelte Menge Teig nehmen.

In diesem Sinne: "Cake it easy", Eure

Kommentare:

  1. Hey, das sieht doch wirklich ganz gut aus :) Freut mich, dass es geklappt hat.

    Und zum Thema neue Töpfe anschaffen: Ob sich das lohnt, das muss man denke ich immer für sich selbst entscheiden. Wenn man das neue Teil dann auch wirklich regelmäßig nutzt, dann spricht ja nichts dagegen.

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    1. Nur finde ich es vorher schwer einzuschätzen, ob ich den Topf dann öfter benutze, wenn ich ein Rezept zum ersten Mal ausprobiere. Und letztlich war es ja so für mich so die perfekte Lösung. Und das Geld bringe ich sicher auch an anderer Stelle unters Volk - da habe ich keine Zweifel. Hihi.

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  2. Hallo Liebes das sieht wirklich herforagend aus.
    Bei mir war es jetzt schon der dritte anlauf, meine Rezension über das Brotbackbuch kann ich immer noch nicht machen da mir noch kein Brot gelungen ist.
    Aber! Du kennst mich ja, aufgeben ist bei mir nicht ich versuche es so lange bis es klappt glg Katharina

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    1. Genau - nicht aufgeben Zuckerbiene!!! ♥

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